CDU-Kreisverband für Griechenland-Insolvenz

Dr. Siemer: Klare und saubere Lösung

06.07.2011, 22:40 Uhr

Kreis Vechta- Der CDU-Kreisverband Vechta spricht sich für eine geordnete Insolvenz  Griechenlands aus. Daran müssten auch die Gläubiger teilnehmen.

 "Das ist eine klare und saubere Lösung und auch ein Signal an die EU-Länder,  die sich auch in finanziellen Schwierigkeiten befinden", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Stephan Siemer nach einer Sitzung des CDU-Kreisvorstandes.

Dem CDU-Kreisverband Vechta sei klar, dass man sich mit dieser Forderung gegen die Auffassung der  CDU/FDP-Bundesregierung und gegen die Mehrheit der  CDU-Bundestagsfraktion stelle, man sehe dies aber als den einzig gängigen Weg an, um nicht noch mehr Geld der Steuerzahler in das finanziell marode System der Griechen zu stecken. Eine sanfte Umschuldung könne nicht zu einem Erfolg führen, da der Staatshaushalt Griechenlands nicht zu einer möglichen Rückzahlung der Schulden führe. Das habe auch der erste Rettungsschirm vor  einem Jahr gezeigt.
 
"Weitere Lasten sind dem Steuerzahler nicht zuzumuten", so die Meinung im CDU-Kreisvorstand. Die heraufbeschworenen Probleme für die Stabilität des Euro und für den deutschen Export sehe man so dramatisch nicht. Immerhin seien der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann und auch der Nationalökonom Professor Dr. Hans-Werner Sinn  auch der Auffassung, dass eine  Pleite  für den Euro  verkraftbar sei. Zwar hätten bei einer Insolvenz neben Griechenland die anderen Mitgliedsstaaten erhebliche Unsicherheit, Risiken und zusätzliche Stabilisierungskosten zu tragen, erklärte der Kreisvorstand, der Euro werde  auch diese, keinesfalls wünschenswerte Belastungsprobe überstehen, habe auch der Bundesbankpräsident erklärt. Daher sei der CDU-Kreisverband der Meinung, es gehe nur über eine geordnete Insolvenz. Wenn man 30 bis 50 Prozent der Schulden los werde, könne das eine Chance für die Griechen und ein Signal für weitere "Schuldenländer" sein.

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