Holzenkamp diskutiert mit Agrarfachschülern

Aktuelle Agrar-Brennpunkte aus bundespolitischer Sicht beleuchtet

01.04.2011, 14:00 Uhr | Detlev Breuer, Justus-von Liebig Schule (BBS) | Vechta, Justus von Liebig Schule
EFL Vechta mit Franz-Josef Holzenkamp (Mitte) und Josef Batke (rechts außen)
EFL Vechta mit Franz-Josef Holzenkamp (Mitte) und Josef Batke (rechts außen)

Über zwei Stunden verbrachte der Garther Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp am 1. April 2011 in der Justus-von Liebig-Schule Vechta, um mit den Schülern der „Einjährigen Fachschule Landwirtschaft“ (EFL) aktuelle Agrarthemen zu diskutieren.

Stephanie Barlage und Hendrik Spannhake, die von Ihren Mitschüler als Moderatoren für die Diskussion ausgewählt wurden, führten souverän durch den Morgen. Zahlreiche Fragen wie z.B. zum Dioxin-Skandal, der Biogasförderung bzw. zur anstehenden EEG-Novelle brennen den zukünftigen „Staatlich geprüften Wirtschaftern/innen“ zurzeit nämlich mächtig unter den Nägeln. Und da traf es sich gut, dass Holzenkamp – seit kurzen auch agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktionen – gerade von der Agrarministerkonferenz aus Jena zurückgekehrt war und mit Informationen aus erster Hand dienen konnte. Kritisch diskutiert wurde auch die von Bundesministerin Ilse Aigner ins Leben gerufene Internetdiskussion zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft, der sogenannten „Charta Landwirtschaft“. Dort diskutieren Fachfremde über ein Thema, für das sie über keine Kompetenz verfügen. Die Schüler zeigten sich verunsichert, ob durch solche Internet-Aktionen letzten Endes nicht eine weitere Verschärfung der Haltungsbedingungen drohe. Auch das geplante Verbot der Kleinvolière ist alles andere als geeignet, Vertrauen in politische Kompromisse zu schaffen. Franz-Josef Holzenkamp wusste zu berichten, dass die Kleinvolière voraussichtlich erst 2035 auslaufen solle, damit diejenigen, die jetzt erst investiert hätten, nicht in die Insolvenz getrieben werden. Schwierig scheint es auch, den Spagat zu schaffen, dass wie z.B. im Nachbarkreis Diepholz ein Betrieb mit 3.200 Milchkühen entsteht und auf der anderen Seite den jungen Landwirten in Vechta durch Maßnahmen der Bauleitplanung die Entwicklungschancen der eigenen Betriebe genommen werden. Studiendirektor Josef Batke, Koordinator Agrarwirtschaft, griff die Idee des Bundestagsabgeordneten auf und versprach, das Thema Bestandsobergrenzen, im Unterricht zu vertiefen.